Archiv der Kategorie: Uncategorized

Programm des Seniorenkreises 2017

10.01.2017 ausgefallen wegen Glatteis
24.01.2017 Andacht und Bildvortrag über Venezuela Georg Metzger, Pfr.i.R.
07.02.2017 Bildvortrag über Nordirak-Hilfe Eckhard Weißenberger, Pfr.i.R.
21.02.2017 Unterhaltungsprogramm Cornelia Schmidt
07.03.2017 Rückschau auf Weltgebetstag Christel Hansen
21.03.2017 Referat Annegret Blum,
ev. Theol.
04.04.2017 Frühlingslieder singen zur Gitarre Susanne Kirchner
18.04.2017 Gedächtnistraining Regina Wüst
02.05.2017 Spiele-Nachmittag, Ansagen zum Tagesausflug am 16.05.
16.05.2017 Tagesausflug mit dem Bus
30.05.2017 Gedichte aus dem täglichen Leben Rainer Thomsen
13.06.2017 Vorprogramm, Zauberkunststücke Irmela Thomsen, Sabine Rehm .
27.06.2017 Referat Andreas Hansen Pfr.
11.07.2017 Die Geschichte von Jakob und Esau Rivka Hollaender, isr. Theol.
25.07.2017 Referat Annegret Blum,
ev. Theol.
Sommerpause
12.09.2017 Bildvortrag über eine Schiffsreise von Hamburg nach Montevideo und zurück (1964/65) Rainer Thomsen
26.09.2017 Nachmittags-Ausflug mit dem Bus
10.10.2017 Entstehung und Bedeutung deutscher Volksmärchen Volker Pixberg .
24.10.2017 Lieder der Reformationszeit, Singen und Geschichten dazu Jakoba Marten-Büsing, Kantorin .
07.11.2017 Referat Klaus Fehrenbach, kath. Pfarrer
21.11.2017 Referat Annegret Blum,
ev. Theol.
05.12.2017 Senioren-Adventskaffee (nicht nur Seniorenkreis) Kirchengemeinderat
19.12.2017 Weihnachtsessen

Posaunenchor-Konzert

PC-Plakat.2015-11

Das Konzert der Posaunenchöre Ottoschwanden und Kenzingen lockte zahlreiche Besucher am 22.11.2015 in die Evangelische Kirche nach Kenzingen. Am Abend zuvor war schon in der Evangelischen Kirche in Ottoschwanden musiziert worden. Die Kenzinger Kirche war im Nu bis zum letzten Platz besetzt. Afro-amerikanische Musik stand auf dem Programm – man durfte gespannt sein auf Worksongs, Spirituals und Gospels. Musik, die im 17. Jh. mit Beginn der Sklaverei ihren Ursprung hatte und Eingang in christliche Kirchenmusik gefunden hat.

Es sind Lieder, die betroffen machen. Sie berühren, noch heute. Wohl deshalb, weil sie aus dem Gefühl tiefer Not und Verzweiflung entstanden sind, intuitiv – und dies teilt sich uns mit. Eindringliche Musik, besonders für Trompeten und Posaunen! Durchdringende Töne im Kirchenschiff, der Kirchenraum als Klangkörper. Die Blechbläser wurden begleitet von Keyboard (Jörn Bartels) und Kontrabass (Matthias Franz) und untermalt vom Schlagzeug (Andrea Böcherer).

Die Musiker ließen ihre Instrumente erschallen, dann wieder ließen sie eine Tonsequenz sanft verklingen. Sie konnten beides, die Bläser aus Ottoschwanden und Kenzingen. Sie meisterten sowohl die lauten, aufrüttelnden Passagen, als auch die leisen, nachdenklich machenden Töne. Die beiden Orchester spielten gut zusammen, drei Monate hatten sie zusammen geprobt.

Beim einen oder anderen der bekannten rhythmischen Stücke fing manch ein Zuhörer an zu wippen und im Takt zu nicken. Es fiel sichtlich schwer, nicht spontan zu klatschen. Doch den Applaus möge man sich bitte für den Schluss aufheben, hatte der musikalische Leiter Ekkehard Mertens gebeten. So blieb die Aufmerksamkeit konzentriert auf die sorgfältig ausgesuchte Abfolge der Musik-, Gesang- und Sprechstücke. Dem Publikum wurde nämlich nicht nur mitreißende Musik geboten. Es wurde mitgenommen auf eine gedankliche Reise, die vor hunderten von Jahren begann, als die ersten afrikanischen Sklaven auf den Tabak- und Baumwollplantagen Amerikas arbeiten mussten („Ayelevi“, „Kum Ba Yah“). Die ergreifende Musik erzählte von leidvoller Unterdrückung, aber auch von Trostsuche im christlichen Glauben („Hoe Emma, hoe“, „When Israel was in Egypt’s Land“, „Standing on the Need of Prayer“). Beeindruckend der Wechselgesang zwischen Vorsänger (Jörn Bartels) und Chor („Certainly Lord“). In ihren Wortbeiträgen erzählten einzelne Chormitglieder sowie Pfarrer A. Hansen Geschichten von Leid und Rechtlosigkeit und schließlich von Flucht: durchs Wasser, um die Hunde der Sklavenjäger abzuschütteln („Wade in the Water“), auf der Underground-Railroad-Route mit ihren außerplanmäßig fahrenden Zügen und einem Netz von Unterstützern („The Gospeltrain“), auf Wagen als blinde Passagiere („Swing Low Sweet Chariot“), dabei war ihnen das Sternbild „Großer Wagen“ Orientierung auf dem Weg in den Norden.

Der Abend endete mit frohen Klängen der Befreiung („We shall Overcome“). Während die Musik flott und abwechslungsreich ertönte, tauchten immer offensichtlicher, geradezu frappierend, Bezüge zur Gegenwart auf.

Der Bitte, großzügig für die Flüchtlingshilfe zu spenden, sind die Konzertbesucher gerne und mit voller Überzeugung nachgekommen.
Ulrike Reisacher

Mt 5,38-48 Die Feinde lieben – wer schafft das?

Predigt am 25.10.15 von Andreas Hansen über Mt 5,38-48

vor 3 Tagen gedachten wir der Verschleppung der badischen Juden nach Gurs am 22.10.1940 - der Gottesdienst beginnt mit einem Anspiel: Wann wird es Tag? - es wird Tag wenn ich meinem Mitmenschen ins Gesicht schaue und meine Schwester, meinen Bruder erkenne

Wann beginnt der Tag? Wann wird es hell?
Finster war es vor 75 Jahren, als viele unbeteiligt zusahen, wie ihre Nachbarn abgeholt wurden.
Unsere Kirche schaute weg – die meisten.
Zu den deportierten Juden gehörte auch die Freiburgerin Lili Reckendorf. Sie war evangelische Religionslehrerin, wurde aber schon 1933 wegen ihrer jüdischen Abstammung entlassen. Sie schrieb an den badischen Kirchenpräsidenten. Er sah keine Möglichkeit ihr zu helfen.

Wann beginnt der Tag? Am Strand lag ein kleiner Junge. Das Bild ging um die Welt. Zahlen von im Mittelmeer ertrunkenen Menschen waren schreck-lich, aber ein einzelnes Kind – da dachten viele auf einmal an ihre Kinder. Wie unfassbar groß ist das Leid des Vaters. Seine beiden Kinder und seine Frau sind umgekommen. Er hat das Bild vom toten Kind am Strand freigegeben.

Wann beginnt der Tag? Wir sehen die vielen in unser Land kommenden Menschen. Eine unüber-schaubare Menge. Die Probleme wachsen. Die Aufgabe wird an vielen Stellen zur Überforderung. Es ist leicht, jetzt Bilder zu finden für das, was wir gerade nicht, oder noch nicht schaffen. Aber wir können auch auf all das schauen, was in diesen Wochen an Gutem gelingt. Es wird Tag, wenn wir einem Menschen ins Gesicht sehen. Wir sehen nicht eine bedrohliche Menge, sondern diesen einen Menschen mit seinem Namen und seiner Geschichte. Und dann wird es ein wenig heller, weil er uns angeht mit seiner Not, ein Mitmensch.

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2.Mose/ Exodus 16,2+3+11-18

Predigt am 2.8.15 von Andreas Hansen über 2.Mose 16,2+3.11-18

Gottesdienst auf dem Bombacher Weinfest, katholischer Gottesdienst mit evangelischer Predigt

Wir feiern Weinfest. Es gibt von allem genug: Wein und Saft, Fleisch, Pommes und Salat, alles, was das Herz begehrt.
Und wir leben in Frieden! Wunderbar!
Dann hören wir ausgerechnet hier die Lesung dieses Sonntags: Israel in der Wüste.
Ein langer schwerer Weg liegt vor ihnen,
voll Entbehrungen, Gefahren und Prüfungen.
Israel erinnert sich immer wieder an den Weg durch die Wüste. Und auch wir denken an Wüstenerfahrungen für andere und für uns.
Umso mehr schätzen und feiern wir den Frieden. Wir feiern Weinfest. Und wir feiern auch das Fest des Glaubens. Schalom, das hebräische Wort für Frieden bedeutet „genug haben“. Allen wünschen wir Gottes Frieden.

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Joh 6,1-15

Predigt am 19.7.15 von Andreas Hansen über Joh 6,1-15

Joh 6,1-15
Danach ging Jesus ans andere Ufer des Sees von Tiberias in Galiläa. Viel Volk aber folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus aber stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Passa war nahe, das Fest der Juden. Als nun Jesus seine Augen aufhebt und sieht, dass so viel Volk zu ihm kommt, sagt er zu Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese zu essen haben? Dies sagte er aber, um ihn zu prüfen; er selbst wusste ja, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denar reicht nicht aus für sie, wenn jeder auch nur ein wenig bekommen soll.
Einer von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagt zu ihm: Ein Kind ist hier, das fünf Gerstenbrote und zwei Fische hat, aber was ist das für so viele? Jesus sprach: Lasst die Menschen sich setzen! An dem Ort war viel Gras. Da setzten sich die Männer, etwa fünftausend an der Zahl. Jesus nahm nun die Brote, sprach das Dankgebet und teilte davon allen, die dasaßen, aus, so viel sie wollten, ebenso von den Fischen. Als sie aber satt waren, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verloren geht. Sie sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit den Brocken, die von den fünf Gerstenbroten übrig blieben, nachdem sie gegessen hatten. Als nun die Leute das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Als Jesus nun erkannte, dass sie kommen und ihn in ihre Gewalt bringen wollten, um ihn zum König zu machen, zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.

„Wo sollen wir Brot kaufen?“ Philippus sieht die Leute an. So viele! Er kann ihre Zahl nur schätzen. „Brot für sie alle? Wieviel Geld werden wir haben, naja, höchstens 200. Aber das reicht nicht aus! Auch wenn jeder nur ein wenig bekommt, reicht es nicht.“
Andreas leistet sich einen müden Scherz: „Schaut, das Kind mit seinen fünf Broten! Zwei Fische hat es auch noch. Aber was ist das für so viele? – Jesus, versteh doch! Es reicht nicht. Wir können ihnen kein Brot geben.“
Aber Jesus bittet zu Tisch, d.h. zu einem Picknick. „Setzt euch ins Gras! Macht es
euch bequem!“ Dann nimmt er die Brote,
dankt Gott und teilt aus.
Jeder bekommt, soviel er will.
Es reicht. Alle werden satt.
Es reicht, und mehr als das.
Zwölf Körbe Brot bleiben übrig.
Was Jesus austeilt, stillt den Hunger
und genügt für alle.
Verstehen Sie das?

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Gemeinsamer Gottesdienst mit der Partnergemeinde Sundhouse

Pfarrhaus und Kirche in Sundhouse - der Flachbau vorne rechts ist das Gemeindehaus
Pfarrhaus und Kirche in Sundhouse – der Flachbau vorne rechts ist das Gemeindehaus

Am 28.6. feierten wir gemeinsam Gottesdienst in unserer Partnergemeinde in Sundhouse im Elsaß.
Sundhouse liegt Kenzingen fast gegenüber jenseits des Rheins. Da man über Markolsheim fahren muss, braucht man ca eine halbe Stunde. Rund 20 Kenzinger machten sich am Sonntag nach Sundhouse auf den Weg. Andreas Hansen und Jakoba Marten-Büsing gestalteten den Gottesdienst, denn in Sundhouse gibt es seit einem Jahr keinen Pfarrer. Manche Lieder sangen wir teilweise auf Französisch. Die Gottesdienstbesucher aus dem Elsaß haben kein Problem Deutsch zuverstehen. Nach dem Gottesdienst standen wir noch bei einem leckeren Imbiss vor der Kirche.

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Passionsbilder von Klaus Janck im Gemeindesaal

Bilder zur Passionszeit
Von Aschermittwoch bis Ostern zeigt der AK Kunst und Kirche im Gemeindesaal des Evangelischen Gemeindehauses in Kenzingen, Offenburger Str.21, einen Zyklus von 5 Linolschnitten des Künstlers und Graphikers Klaus Janck aus Berlin. Die Bilder zeigen verschiedene Stationen des Kreuzweges, vom Verrat bis zur Kreuzigung. Klaus Janck hat diese Linolschnitte 1950 im jungen Alter von 19 Jahren geschaffen, kurz nach seiner Flucht aus Guben in der Niederlausitz nach Berlin, wo er noch heute ein Graphik-Atelier leitet.
Unsere Kirchengemeinde verdankt diese Bilder einer Schenkung von Frau Gisela Hauke, die seit einigen Jahren in Kenzingen wohnt. Einen Ausstellungsbesuch vereinbaren Sie am besten über das Pfarrbüro unter der Tel. 277.

Christvesper Lk 2,1-17

Predigt am 24.12.14 von Andreas Hansen über Lk 2,1-17

Christvesper, Textlesung, EG 54, Predigt in drei Teilen, zwischen den Teilen der Predigt singt die Kantorei

Auf einmal ist da Licht. Ich blinzele in´s Helle.
Was ist das? Wer ist die Gestalt da?
„Fürchtet euch nicht! Seht, eine große Freude!“
Eine große Freude? Mir tränen die Augen. Vorgestern hab ich vor Freude geweint. Zwei Tage hatten wir meinen Freund Daniel gesucht. Er musste irgendwo in der Wüste sein.
Zwei Tage! Dann fand ich ihn in einer Felsspalte. War ich froh! Er war verletzt, fast verdurstet,
aber er lebt. Und wie sich seine Frau Hanna gefreut hat!

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