Bibelhandschrift

Projekt „Kenzingen schreibt die Bibel ab“

Ziele

  • 2003 war das Jahr der Bibel.
    Die Katholische Kirchengemeinde Kenzingen
    und die
    Evangelische Kirchengemeinde Kenzingen
    nahmen sich vor, gemeinsam die ganze Bibel von Hand abzuschreiben.
  • Der Weg ist das Ziel.
    Wir wollten nicht nur eine später im Gottesdienst
    benutzbare Bibel schaffen, sondern uns auch auf
    diese Weise intensiv mit dem Buch der Bücher beschäftigen.
  • Alle konnten mitmachen:
    • katholische und evangelische Christen,
    • Angehörige anderer Religionsgemeinschaften und Konfessionslose,
    • Senioren, Eltern, Familien, Jugendliche, Kinder,
    • die Kreise und Gruppen in den Gemeinden,
    • Religionsklassen, Konfirmanden- und Firm-Gruppen,
    • … – alle.

Umfang und Statistik

Alle 66 Bücher der Bibel waren am 29.10.2003 fertig abgeschrieben!

  • Die 66 Bücher der Bibel haben 1189 Kapitel, d.h. durchschnittlich 20 Kapitel pro Buch
  • 31169 Verse, etwa 30 Verse pro Kapitel
  • ca. 90000 Minuten bei ca. 3 Min./Vers = ca. 1500 Stunden
  • d.h. etwa 3 Stunden pro Person bei 500 Personen (je 2 Kapitel)

Ablauf

  • Vorstellung des Projekts und Start in einem oekumenischen
    Gottesdienst
    am 16. Februar 2003 in der Stadtkirche
    St. Laurentius, verbunden mit einer Bibelausstellung
  • Die Mitschreiber konnten sich anmelden und ein Kapitel reservieren. Sie erhielten eine ausgedruckte Schreibanleitung,
    ein Linienblatt und ggf. eine Leihbibel.
  • Die Abschriften der übernommenen Kapitel sollten nach maximal 4 Wochen abgegeben werden.
  • Die 8 Bände der Kenzinger Bibelhandschrift wurden am 3. Advent 2003 in einem ökumenischen Gottesdienst in St. Laurentius der Öffentlichkeit vorgestellt.

Aufbewahrung

Die acht gebundenen Bände mit den etwa 2250 DIN-A4-Blättern werden in einer Virtrine im Kreuzgang des AWO-Pflegeheims neben der Kirche (verschlossen) aufbewahrt. Auf Wunsch können sie ausgeliehen werden.

Es ist auch heute noch interessant, die Abschrift zu lesen. Manche Handschriften sind sehr gut und deutlich zu lesen, andere nur schwer entzifferbar. Man erkennt die Schriften von Kindern und sehr alten Menschen. Jeder Band enthält einige kunstvolle Grafiken, und oft haben Kinder auf den Seiten gezeichnet oder sie – z.B. mit „Glitzerstift“ – verziert.

Ansprechpartner: Georg Fischer, Regina Pruner-Fischer und Annegret Blum