Archiv der Kategorie: Predigten

Christvesper Lk 2,1-17

Predigt am 24.12.14 von Andreas Hansen über Lk 2,1-17

Christvesper, Textlesung, EG 54, Predigt in drei Teilen, zwischen den Teilen der Predigt singt die Kantorei

Auf einmal ist da Licht. Ich blinzele in´s Helle.
Was ist das? Wer ist die Gestalt da?
„Fürchtet euch nicht! Seht, eine große Freude!“
Eine große Freude? Mir tränen die Augen. Vorgestern hab ich vor Freude geweint. Zwei Tage hatten wir meinen Freund Daniel gesucht. Er musste irgendwo in der Wüste sein.
Zwei Tage! Dann fand ich ihn in einer Felsspalte. War ich froh! Er war verletzt, fast verdurstet,
aber er lebt. Und wie sich seine Frau Hanna gefreut hat!

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Mt 11,2-6

Predigt am 14.12.14 von Andreas Hansen über Mt 11,2-6

3.Advent, im Gottesdienst wurde vor der Predigt ein Kind getauft

Johannes der Täufer ist ein Unruhestifter. Viele kommen zu ihm an den Jordan und in die Wüste. Sie wollen ihr Leben ändern, neu anfangen. Darum lassen sie sich taufen. Johannes nimmt auch vor „denen da oben“ kein Blatt vor den Mund. Der Herrscher von Galiläa, Herodes Antipas, lässt ihn festnehmen. Er ist zu gefährlich. Er predigt von Gericht und Messias. Immer mehr Leute verarmen. Es gärt im Volk. Sie wollen die Herrschaft der Römer nicht mehr ertragen. Ein Funke genügt und ein Aufstand bricht los. Der Unruhestifter Johannes muss weg. Aus dem Gefängnis schickt er seine Schüler zu Jesus.

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Mt 21,1-9

Predigt am 30.11.2014 von Andreas Hansen über Mt21,1-9

1.Advent, Kantatengottesdienst

Als sie nun in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage an den Ölberg, sandte Jesus zwei Jünger voraus und sprach zu ihnen: Geht hin in das Dorf, das vor euch liegt, und gleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; bindet sie los und führt sie zu mir! Und wenn euch jemand etwas sagen wird, so sprecht: Der Herr bedarf ihrer. Sogleich wird er sie euch überlassen.
Das geschah aber, damit erfüllt würde, was gesagt ist durch den Propheten, der da spricht (Sacharja 9,9): »Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir sanftmütig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen, dem Jungen eines Lasttiers.« Die Jünger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich darauf.
Aber eine sehr große Menge breitete ihre Kleider auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Die Menge aber, die ihm voranging und nachfolgte, schrie: Hosianna dem Sohn Davids! Gelobt sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe!

Jerusalem wartet auf Frieden.
Zwei palästinensische Fanatiker überfallen und ermorden betende Juden. Sie werden erschos-sen. Israel lässt die Häuser ihrer Familien zerstören. Ein fanatischer Jude provoziert die Muslime auf dem Tempelberg. Ein Attentat überlebt er schwer verletzt. Die Polizei erschießt den Täter. Mehrfach fahren Palästinenser mit Autos in Menschengruppen. Jugendliche werfen Steine. Israels Politiker kündigen den Bau neuer Siedlungen in Ostjerusalem an.
Die Stadt ist zerrissen von uralten Problemen und von Unrecht auf allen Seiten. Für Juden, Christen und Muslime ist Jerusalem heilig.
So kann es doch einfach nicht weitergehen.
Jerusalem wartet auf Frieden.

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Johannes 14,1-6

Predigt am 23.11.14 von Andreas Hansen über Joh 14,1-6

Totensonntag/Ewigkeitssonntag - die Namen der Verstorbenen des Kirchenjahres werden verlesen

Liebe Gemeinde,

wir denken heute an unsere Verstorbenen.
Viele von uns mussten im zu Ende gehenden Kirchenjahr von Angehörigen Abschied nehmen.
Manch ein Abschied beschäftigt uns lange und ist längst nicht erledigt, wenn die vielen Formalitäten und Aufgaben im Zusammenhang mit der Bestattung geschafft sind.
In der Wohnung sehen wir Bilder und anderes, was uns an den Verstorbenen erinnert.
Wir gehen zum Grab. Wir begehen seinen oder ihren Geburtstag, den Hochzeitstag, andere wichtige Tage. Bei manchen Stichworten fällt uns wieder ein, was er oder sie jetzt sagen würde.
Manchmal ist es fast wie ein Gespräch, aber dann fehlt die Antwort. Er fehlt. Sie fehlt.
Schöne, liebevolle Erinnerungen kommen in den Sinn und tun uns gut. „Ich hätte dir noch so gern gesagt, wofür ich dir danke.“
Aber auch das Andere geht oft weiter mit uns. Belastendes, Schuld, Streit, Verletzungen bedrücken uns. „Warum haben wir das nicht besser gemacht? Ich würde dir gerne sagen, was mir Leid tut. Nun geht es nicht mehr.“

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Jesaja 1,10-17

Predigt am 19.11.14 von Andreas Hansen über Jes 1,10-17

Buß- und Bettag, vor der Predigt spielen zwei Konfirmandinnen eine Situation vor - was sie spielen, wird nach der Lesung des Predigttextes nochmal aufgenommen

Höret des HERRN Wort, ihr Herren von Sodom!
Nimm zu Ohren die Weisung unsres Gottes,
du Volk von Gomorra!
Was soll mir die Menge eurer Opfer?, spricht der HERR.
Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes von Mastkälbern und habe kein Gefallen am Blut der Stiere, der Lämmer und Böcke.
Wenn ihr kommt, zu erscheinen vor mir – wer fordert denn von euch, dass ihr meinen Vorhof zertretet?
Bringt nicht mehr dar so vergebliche Speisopfer!
Das Räucherwerk ist mir ein Gräuel!
Neumonde und Sabbate, wenn ihr zusammenkommt, Frevel und Festversammlung mag ich nicht!
Meine Seele ist Feind euren Neumonden und Jahresfesten; sie sind mir eine Last,
ich bin’s müde, sie zu tragen.
Und wenn ihr auch eure Hände ausbreitet,
verberge ich doch meine Augen vor euch;
und wenn ihr auch viel betet, höre ich euch doch nicht; denn eure Hände sind voll Blut.
Wascht euch, reinigt euch,
tut eure bösen Taten aus meinen Augen,
lasst ab vom Bösen!
Lernt Gutes tun, trachtet nach Recht,
helft den Unterdrückten, schafft den Waisen Recht,
führt der Witwen Sache!

„Du hörst mir überhaupt nicht zu. Nie hörst du mir zu! Ich sage dir, was ich auf dem Herzen habe, und du überhörst mich einfach! Jesaja 1,10-17 weiterlesen

1.Thessalonicher 5,1-11

Predigt am 9.11.14 von Andreas Hansen über 1.Thess5,1-11


Franz von Assisi betete: O Herr, in deinen Armen bin ich sicher. Wenn du mich hältst, habe ich nichts zu fürchten. Ich weiß nichts von der Zukunft, aber ich vertraue auf dich.

Vor 25 Jahren am 9.November riefen viele: „Wahnsinn! Wahnsinn!“, weil sie es einfach nicht fassen konnten, dass die Mauer offen war: „Ich weiß nichts von der Zukunft, aber es kann nur besser werden.“

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1.Mose 18,16+17.20-33

Predigt am 2.11.14 von Andreas Hansen über 1.Mose 18,16+17.20-33

Gottesdienst zum Reformationsfest, Lesung vorher Röm 3,21-28, Lied vor der Predigt EG 382 Ich steh vor dir mit leeren Händen, Gott

Liebe Gemeinde,
ich mag dieses Lied, weil es so ehrlich ist.
Mit leeren Händen stehe ich vor dir, Gott, mit meinem schwachen Glauben, meinem Unvermögen.
Fremd wie dein Name sind mir deine Wege.
So vieles verstehe ich nicht.
Und doch stehe ich vor dir.

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Epheser 4,1-6

Predigt am 19.10.2014 von Andreas Hansen über Epheser 4,1-6

Liebe Freunde in Christus, liebe Gemeinde,
Katja ist eine Jugendliche, 14 oder 15 Jahre alt und fast immer mit ihren Freunden zusammen. Kaum ist sie zuhause, schon hängt sie wieder am Telefon – stundenlang.  Mit ihren Freunden wird es nie langweilig. Sie haben sich immer etwas zu erzählen und vertrauen einander fast alles an. Niemand versteht sie so gut wie ihre besten Freundinnen. Nichts ist ihr so wichtig.
So sind viele Jugendliche.
Was sie verbindet, ist ungeheuer stark,
dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit.

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1.Mose 2,4b-8+15

Predigt am 5.10.14 von Andreas Hansen über 1.Mose 2,4b-8+15

Liebe Gemeinde,
vielleicht kennen Sie dieses Bild:



Es ist nur ein Ausschnitt aus Michelangelos „Erschaffung Adams“ in der Sixtinischen Kapelle.
Fast berühren sich die Hände Gottes und Adams.
Liebevoll ist Gott dem Menschen zugewandt.
Kraftvoll, bestimmend die Hand Gottes:
„Du sollst leben!“
Zögernd, fast hilflos, noch schwach Adams Hand, der Mensch, seiner selbst kaum bewusst.
Adams schöne Gestalt, die Hand Adams,
die Gottes Hand gleicht, alles weist hin auf die hohe Bestimmung des Menschen.
Und doch ist er ohne Gottes Willen nichts, Staub, ohne Gottes Lebensodem leblos.
Michelangelo malt wunderschön, was wir gerade aus der Bibel hörten.
Wer bin ich? Ein Geschöpf Gottes.
Warum bin ich? Weil Gott mir Leben und alles geschenkt hat. Weil Gott mein Leben will.
Keinen Tag, keine Stunde kann ich sein ohne Gott. In jedem Atemzug ist seine Güte, sein Ja zu mir.
Matthias Claudius empfahl täglich zu singen:
„Ich danke Gott und freue mich,
wie´s Kind zur Weihnachtsgabe,
dass ich bin, bin! Und dass ich dich,
schön menschlich Antlitz! habe.“

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1.Thessalonicher 5,16-18

Predigt am 21.9.2014 von Andreas Hansen über 1.Thess 5,16-18

Im Gottesdienst wird die sechsjährige Merle getauft und wir feiern das Abendmahl

Liebe Gemeinde,
die erste Woche nach den Ferien ist überstanden. Die erste Woche ist anstrengend für Schüler, Eltern und Lehrer. Wir gehen die ersten Schritte, neugierig und froh oder auch besorgt, ängstlich. Wie wird es werden, dieses Jahr? Für Merle und die anderen Schulanfänger: wie wird es werden in der Schule? Und für Euch das Konfirmandenjahr?
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