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Konfirmation 2020

Am 10. und 11. Oktober wurden die diesjährigen Konfirmandinnen und Konfirmanden gesegnet. In vier Gottesdiensten mit jeweils 5 (6) Jugendlichen und ihren Familien wurde das eigentlich im Mai geplante Fest nachgeholt.

Jakoba Marten-Büsing, Jörg Barnieske, David Hügle machten Musik.

Stichworte zu den Konfirmationssprüchen

 

Ansprache für die Konfirmanden:

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden,

es tut so gut, Freunde zu haben. Es müssen gar nicht viele sein. Ein oder zwei gute Freundinnen oder Freunde, das ist wunderbar.

Ich erzähle meinem guten Freund von mir und habe keine Angst, dass er mich nicht versteht oder blöd von mir denkt. Er will wirklich wissen, was mit mir los ist. Genauso will ich wissen, wie es ihm geht. Wenn ich Hilfe brauche, frage ich ihn, ganz selbstverständlich. Wenn ihn etwas plagt, erzählt er es mir. Wir können auch Blödsinn miteinander machen. Wir genießen gemeinsame Zeit, Karten spielen, spazieren gehen, miteinander eine Ausstellung ansehen oder Musik hören.

Nach den ersten Wochen der Coronazeit haben wir uns zum Spazierengehen auf Abstand getrof-fen. Da haben wir gemerkt, wie schön es ist, wie tröstlich und ermutigend mit einem Freund zusammen zu sein.

Vertrauen war unser Thema in diesem Konfir-mandenjahr. Einer Freundin, einem Freund schenke ich Vertrauen und sie oder er vertraut mir. Erinnert Euch an die Geschichte von Simon und Jesus – wir haben sie in der Freizeit kennen-gelernt und auch in eurem Gottesdienst Anfang März habt Ihr sie dargestellt: Jesus sagt zu Simon sinngemäß: „Ich will dein Freund sein“ – und Simon kann es gar nicht fassen, er ist so glücklich. Später nennt Jesus seinen Freund Simon Petrus, „Fels“ – „auf dich verlasse ich mich felsenfest“. Simon wächst durch diese Freundschaft. Sie macht ihn stark, obwohl er nicht immer so zu seinem Freund Jesus hält, wie er sich das vorgenommen hat. Trotzdem schenkt Jesus ihm Vertrauen.

Manche Leute sagen: „Ich fange keine Freund-schaften an.“ Vielleicht wurden sie mal enttäuscht. Oder es ist ihnen keiner gut genug. Vielleicht haben sie auch Angst etwas von sich zu zeigen. Aber das ist falsch.

Wir Christen sind überzeugt, dass wir zur Freundschaft begabt sind. Für uns verbietet sich eine Haltung des Misstrauens, der Resignation und der Selbstgenügsamkeit. Warum?

Weil Gemeinschaft und die Offenheit für andere ein Grundzug unseres Glaubens ist. Wir sind zur Freundschaft berufen. Wir brauchen die anderen und wir haben die Gabe, einander Freundin und Freund zu sein. Vor allem aber: Gott ist unser Freund und Gott will unsere Freundschaft.

Paulus nennt Gott einmal den Gott allen Trostes. Man könnte auch sagen: Gott ist ein richtig guter Freund. Ich lese euch dazu zwei Verse aus einem Brief von Paulus vor. Am Anfang des zweiten Korintherbriefes heißt es, moderner übersetzt:                                  Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Denn er ist ein Vater, der sich erbarmt, und ein Gott, der auf jede erdenkliche Weise tröstet und ermutigt. In allen unseren Nöten kommt er uns mit Trost und Ermutigung zu Hilfe, und deshalb können wir dann auch anderen Mut machen, die sich ebenfalls in irgendeiner Not befinden: Wir geben ihnen den Trost und die Ermutigung weiter, die wir selbst von Gott bekommen.

 In allen unseren Nöten kommt er uns zu Hilfe. Genau das erwarte ich von einem guten Freund: Trost, Ermutigung, Verständnis. Ein guter Freund kann mir auch ehrlich sagen, wenn ich Mist baue. Ich weiß ja: Er meint es gut.

„Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben?“ Mit dieser Frage beginnt ein alter Kate-chismus. Die Antwort: Dass ich zu Gott gehöre. Gott ist mein Freund. Durch Jesus  ist er zu mir gekommen und hat mir sein Wort gegeben. Niemals lässt er mich allein.

Gott, der auf jede erdenkliche Weise tröstet und ermutigt geht weiter als alle anderen. Das Kreuz ist das Zeichen, dass er mit mir und für mich durch alles hindurch geht, sogar bis in den Tod. Ich vertraue auf den, der mich in jedem Stress, in allem, was auch geschieht, trösten und ermutigen kann. Ich vertraue auf den, der zu mir hält. Ich glaube an ihn. Ich kann ihm alles sagen.

Das ist der Kern unseres Glaubens als Christinnen und Christen: Gott ist unser Freund. In allen unseren Nöten kommt er uns mit Trost und Ermutigung zu Hilfe.  Weil wir uns so freundschaftlich von Gott angenommen wissen, darum können wir auch anderen Vertrauen und Freundschaft schenken.

Gott ist kein Mensch. Aber wir können doch so einfach menschlich von ihm reden. Er begegnet uns in Jesus. Er will uns nah sein, wie ein richtig guter Freund. Und er freut sich, wenn wir seine Freundschaft annehmen und erwidern. Die auf Gott vertrauen, die seine Freundschaft annehmen und sich auf ihn verlassen, die kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.

Das wünsche ich Euch, liebe Jugendliche. Amen

 

Konfirmation – Konfirmationen

Das gab es auch noch nie, dass wir gleichzeitig zwei Jahrgänge Konfis hatten.

Der Jahrgang 2020 wird am 10. und 11. Oktober konfirmiert. Wir hoffen sehr, dass es klappt und uns die Pandemie nicht einen Strich durch die Rechnung macht. In vier kleinen Gruppen wird es je zwei Gottesdienste am Samstag und am Sonntag geben. Wir haben fast alles vorbereitet. Nach den Ferien treffen wir uns am Mittwoch 23.9., wie gehabt um 15, bzw 16.30 Uhr. Ich freue mich, wenn ich einzelnen von euch im Gottesdienst begegne!

Der Jahrgang 2021 hat sich schriftlich angemeldet. Ihr seid 13 Konfirmandinnen und Konfirmanden. Manche von euch kommen schon in den Gottesdienst. Vergesst meinen Brief vom 18.7. und eure  Aufgabe nicht. Wir treffen uns am 14.10. zum ersten Konfi-Unterricht im Gemeindehaus.

Herzliche Grüße, schöne Ferien!

Andreas Hansen