Ausstellung 2018

 Andreas „zoolo“ Ernst

www.inzoolo.de

Vita

    • 1989 Graffiti geht los
    • 1990 – 1992 zahlreiche Flächen in Bühl (Baden) bemalt
    • 1993 Erste Graffiti-Reisen nach Paris und Amsterdam
      Erste Anklage wegen Graffiti auf Zügen
    • 1994 Graffiti in London und Inverness (Schottland)
    • 1995 Graffiti-Reisen nach Österreich, Italien, Frankreich, Schweiz
    • 1996 – 1999 Graffiti-Reisen durch ganz Europa
    • 2000 – 2003 Verschiedene großformatige Flächen gemeinsam mit anderen
      Sprühern gestaltet (unter anderem mit Loomit, Bomber, Ecb,
      Reso, Dare). Weitere Reisen nach Südamerika,
      Neuseeland, Australien und Asien
    • 2004 – 2007 Studium der Erziehungswissenschaften und Pädagogik an der
      Pädagogischen Hochschule Freiburg
    • 2006 Graffiti in Vietnam, Taiwan und Neuseeland
    • 2007 Graffiti in China
    • 2008 – heute Realschullehrer
    • 2008 – 2015 Zahlreiche Arbeiten für verschiedene Firmen, darunter meine
      größte gestaltete Fläche bis jetzt mit 850 qm
    • 2015 Graffiti-Workshop in Tadschikistan für die deutsche Botschaft in
      Kooperation mit dem Centre Culturel Bactria in Duschanbe
      (Hauptstadt von Tadschikistan)
    • 2016 Zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum
      Solo-Ausstellung im Kulturaggregat Freiburg
    • 2017 Graffiti-Reisen nach Portugal, Ungarn und Frankreich

Predigt zur Ausstellung

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„Einfach ernst“ hieß die 12. Kunstausstellung vom 15.04. bis 06.05.18 im Evangelischen Gemeindehaus Kenzingen, einerseits in Anspielung auf den diesjährigen Künstler Andreas „zoolo“ Ernst, andererseits als Hinweis darauf, dass die junge Kunst der Graffiti-Malerei sich inzwischen ernsthaft etabliert hat. Graffiti – für viele (verständlicherweise) ein Reizthema, für uns im AK Kunst hingegen diesmal ein reizvolles Thema, das uns stark interessierte und worüber wir im AK ausführliche Diskussionen führten. „Die Kunst hat das Recht, alles zu wagen“, so sagte der Künstler Paul Gauguin vor ca. 100 Jahren. Wir haben es gewagt.

Im Eröffnungs-Gottesdienst sprach Pfr. Hansen von „Lebenszeichen“, die Andreas „zoolo“ Ernst durch seine Bemalung den alten Kriegsbunkern am Atlantik verlieh, zusätzlich eingestimmt durch die meditativ-melancholische musikalische Mitgestaltung von Frau Marten-Büsing an der Orgel und Harry White aus Zürich am Saxophon, die zur Nachdenklichkeit anregte.

Bei der öffentlichen Vernissage im Gemeindehaus beeindruckte nach dem Grußwort von BM Mathias Guderjan vor allem das lebhafte und tiefgründige Künstlergespräch zwischen Andreas Ernst und der Radiomoderatorin Julica Goldschmidt. Die Besucher erfuhren viel nicht nur vom Lebenslauf, sondern vor allem von den Wünschen und Zielen des Künstlers: Freiheit, ja, künstlerische Ausgestaltung und Weiterentwicklung, verantwortungsvoller Umgang mit Respekt vor Privateigentum und öffentlichen Gebäuden, internationale Freundschaften mit anderen Sprayern. Besondere Aufmerksamkeit und vor allem Zuspruch erfuhr das große Graffito an der Außenfassade des Gemeindehauses. Die Umfrage dazu ergab eine überwältigende Zustimmung. Neugierige und Kritiker sind herzlich eingeladen, sich das mal anzuschauen! Die Bilder im Saal zeigten das ganze Spektrum von Graffiti-Möglichkeiten und fanden viele Bewunderer und Käufer.

„Wer wagt, gewinnt“ heißt es. Gewonnen hat die Freiheit der Kunst, die Gemeinde an neuen und bleibenden Eindrücken, der AK Kunst an weiterer Freude an der Arbeit und Erfahrung. In diesem Sinne grüßt der AK Kunst im Gemeindehaus bis zur Ausstellung 2019 mit Kurt Bildstein, dem Nestor der Ettenheimer Kunst-Szene.